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Wenn du merkst, dass du dich selbst verloren hast – Selbstfürsorge bei Stress und Überforderung

Kennst du dieses Gefühl, wenn du abends ins Bett fällst und eigentlich gar nicht weißt, wie der Tag war?

Dass du irgendwie das Gefühl hast, er war nicht schlecht, ganz okay, aber du erinnerst dich nicht so richtig an das, was war.
Dann ist das kein Fehler von dir, du machst dir auch nicht zu viele Gedanken, sondern du hast so glatt funktioniert, dass du dich selbst nicht mehr wirklich gespürt hast. Du warst nicht richtig dabei, auch bei dem nicht, was du selbst getan hast.

Viele Menschen, die zu mir kommen, beschreiben genau das. Sie schaffen viel – Kinder, Arbeit, Freunde, Hobby,
und sie sind darin oft auch erfolgreich – und trotzdem fühlt sich irgendetwas leer an. Sie fühlen sich irgendwie nicht zufrieden,
nicht richtig glücklich, irgendwie weg von sich selbst. Dabei ist doch eigentlich alles ok.

Das bist nicht du, die sich zu sehr anstellt. Das bist nicht du, der nie zufrieden ist. Das ist Stress.
Selbstfürsorge kann dir helfen, mit Stress besser umzugehen.

Was Stress mit dir macht – jenseits von Erschöpfung

Wir kennen die klassischen Symptome: Schlafprobleme, Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Erschöpfung.
Aber es gibt noch etwas, das bei Dauerstress passiert und viel seltener benannt wird:

Du verlierst den Kontakt zu dir selbst.

Dein Nervensystem schaltet dauerhaft in einen Modus, der auf Überleben ausgerichtet ist – nicht auf Wahrnehmen, Fühlen, Sein.
Du wirst reaktiv statt präsent. Du funktionierst statt zu leben.

Und irgendwann weißt du nicht mehr genau: Was brauche ich eigentlich gerade? Was will ich? Was tut mir gut?

Das ist der Moment, in dem Selbstfürsorge wirklich wichtig wird. Nicht als weiterer Punkt auf der To-do-Liste oder weil es alle machen. Sondern als Rückweg zu dir und um dein Nervensystem wieder in Balance zu bringen.

Selbstfürsorge ist mehr als Badeschaum

Das Wort „Selbstfürsorge“ hat gerade eigentlich ein Image-Problem. Es klingt oft, als ginge es um Wellness-Wochenenden,
nach Kerzen und Gesichtsmasken. Aber Selbstfürsorge ist nicht einfach „Me-Time“ mit Netflix und Eisbecher.

Ja, manchmal ist eine lange, heiße Badewanne mit Schaum und Musik genau richtig und bringt dich runter und lädt auch auf.

Aber echte Selbstfürsorge geht tiefer und ist nicht nur „sich mal was gönnen“. Sie beginnt mit einer einfachen, aber oft schwierigen Frage:

Was brauche ich gerade wirklich?

Nicht was du solltest. Nicht was andere von dir erwarten. Nicht, was in klugen Büchern steht. Was du brauchst.

Das klingt simpel. Aber für viele Menschen ist es das nicht – es kann die schwierigste Frage der Welt sein.
Ganz besonders für Menschen, die gelernt haben, die eigenen Bedürfnisse hintanzustellen.

Drei Ebenen der Selbstfürsorge – Körper, Geist und Seele

Ich begleite Menschen körperorientiert und ganzheitlich. Deshalb hat Selbstfürsorge für mich drei Ebenen:

1. Innehalten und orientieren – mit dem Körper

Wenn wir durch unsere vollen Tage sausen, vergessen wir uns oft selbst.
Wir können unseren Körper zu Hilfe nehmen, um wieder zu uns zu kommen.

Der Einstieg kann ganz einfach sein: Halte einmal täglich inne. Leg eine Hand auf dein Herz oder deinen Bauch.
Atme tief durch und so lange aus, wie du kannst. Frage dich: Wo bin ich eigentlich gerade?

Oder wackel mit deinen Zehen. Einfach so, im Stehen, im Sitzen, mit Schuhen oder ohne. Einfach kurz wackeln.
Das bringt dich zu deinem Körper und vor allem in die Füße – Mini-Grounding.

Das klingt fast zu einfach. Aber diese kleinen Gesten sind der Anfang – und können zur Routine werden.

2. Dem Geist Pausen gönnen

Unser Geist ist sozusagen unser hörbarstes Stressorgan. Er bewertet, grübelt, sorgt sich, plant, dreht richtig hoch und „quasselt“ uns voll. Achtsamkeit kann hierbei helfen.

Achtsamkeit ist keine Technik, mit der du deinen Geist zum Schweigen bringst.
Es geht darum, nicht die ganze Zeit vom Gedankenstrom mitgerissen zu werden, sondern herauszutreten und von außen zu beobachten, anstatt mittendrin zu sein.

Annehmen was ist, ohne zu bewerten – das ist ein Schlüsselprinzip. Und der erste Schritt ist es schon, zu erkennen, dass man gerade voll im Stress ist. In dem Moment des Bemerkens und Beobachtens stecken wir schon nicht mehr direkt drin.

Dann noch ein paar Minuten bewusstes Innehalten – Atmen, Zehenwackeln, etwas Schönes ansehen – können einiges verändern.

3. Der Seele Raum geben

Was nährt dich? Was lässt dich innerlich aufatmen? Wobei vergisst du die Zeit und fühlst dich hinterher leicht?

Das ist bei jedem Menschen anders. Für die einen ist es ein Spaziergang im Wald. Für andere ein gutes Gespräch,
Musik, kreatives Tun, Stille.

Selbstfürsorge auf dieser Ebene bedeutet: Dir regelmäßig Zeit für das zu schenken, was dich deine Lebendigkeit im positiven Sinne fühlen lässt und dir Energie gibt. Nicht als Belohnung oder als Aufgabe. Sondern als Grundnahrungsmittel.

Was, wenn ich gar nicht (mehr) weiß, was mir guttut?

Das ist häufiger, als du vielleicht denkst.

Wenn wir Menschen lange mit viel Stress gelebt haben, verlieren wir manchmal den Zugang zu unseren eigenen Bedürfnissen.
Die innere Stimme, die sagt „ich brauche jetzt Ruhe“ oder „ich möchte das nicht“, wird leiser und leiser, bis wir sie kaum noch hören oder ihr nicht mehr folgen können.

In einer solchen Situation kann therapeutische Begleitung wirklich helfen. Nicht, weil du allein nicht in der Lage wärst,
deine Bedürfnisse wiederzufinden, sondern weil es einfach leichter ist, nicht alles allein schaffen zu müssen.

In meiner Begleitung – im Gespräch, durch Shiatsu oder mithilfe von Achtsamkeitspraxis – geht es genau darum:
Wieder in guten Kontakt zu kommen. Mit deinem Körper, mit dir selbst als Ganzes. Mit dem, was du wirklich brauchst.

Du möchtest mehr Selbstfürsorge für dich etablieren und herausfinden, welche Begleitung für dich passt?
Ich freue mich über ein kostenloses Erstgespräch mit dir.

Oriana Schepelmann | spuerenundsein.de

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